Demokratie Heute

Demokratie heute hat viele Facetten. Ob Klimawandel, Lobby- und Entwicklungsarbeit oder Forderungen nach mehr Einflussnahme von Bürger:innen auf das politische Geschehen – Akteur:innen und Netzwerke setzen sich in ihren Kampagnen und Initiativen rund um den Globus für demokratische Werte ein: für Vielfalt, Freiheit, Offenheit und Toleranz. 

Klicken Sie sich durch beispielhafte Projekte auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene und lassen Sie sich inspirieren.  

Bürgerrat

Das Besondere an Bürgerräten ist, dass die Teilnehmenden zufällig aus der Bevölkerung ausgelost werden. Akademiker:innen sitzen dort neben Handwerker:innen, Rentner:innen neben Jugendlichen, hier geborene Menschen neben Zugewanderten. Ihre Aufgabe ist es, gemeinsam Lösungen für politische Probleme vorzuschlagen. Diese Empfehlungen werden dem jeweils zuständigen Parlament oder Gemeinderat zur Beratung vorgelegt. Welche Klimaschutzmaßnahmen soll Deutschland ergreifen? Wie soll die Pflege in Zukunft organisiert werden? Wie soll die Bildungspolitik des Landes aussehen? Diese und viele andere Themen können in einem Bürgerrat diskutiert werden.

Das Neue Europäische Bauhaus

beautiful | sustainable | together The New European Bauhaus is a creative and interdisciplinary initiative that connects the European Green Deal to our living spaces and experiences. The New European Bauhaus initiative calls on all of us to imagine and build together a sustainable and inclusive future that is beautiful for our eyes, minds, and souls. Beautiful are the places, practices, and experiences that are: • Enriching, inspired by art and culture, responding to needs beyond functionality. • Sustainable, in harmony with nature, the environment, and our planet. • Inclusive, encouraging a dialogue across cultures, disciplines, genders and ages.

Die neuen Auftraggeber:innen

Neue Auftraggeber:innen sind Menschen, die etwas verändern wollen. Sie beauftragen Künstler:innen damit, Kunstwerke zu entwickeln, die in ihrer Stadt oder ihrem Dorf Antworten aufdrängende Fragen geben. Architektur, Fotografie, Film, Malerei, Theater, Skulptur, Performance, Literatur, Design, Installation, Landschaft, Stadtplanung, Internet, Aktion, Musik uvm. Unterstützt durch Mediator:innen formulieren sie einen Auftrag und stoßen Projekte an, die zum Ausdruck bringen, was ihnen wichtig ist. Tausende Bürger:innen haben so bereits unübersehbare Zeichen gesetzt und sich und ihrer Gemeinschaft eine Stimme gegeben. Meist stehen am Anfang offene Fragen: Was ist mir wichtig? Was soll sich vor meiner Haustür verändern? Wo werden meine Wünsche nicht gehört? Was fehlt in unserem Lebensumfeld? Wovor verschließen wir die Augen? Und wie finden wir als Gemeinschaft zusammen? Das alles muss zunächst nichts mit Kunst zu tun haben. Ob sich drei Krankenpfleger:innen einen Andachtsraum für Gläubige aller Religionen wünschen oder Physiker:innen die Schönheit der Mathematik darstellen wollen, ob Obdachlose sich die ideale Unterkunft erträumen oder hundert Schüler:innen vor ihrer Schule einen Strand anlegen möchten – aus jedem Wunsch und jeder Fantasie kann ein Auftrag werden. Und auch für den ungewöhnlichsten Auftrag lässt sich eine künstlerische Antwort finden. Der Weg dahin beginnt mit Ihnen. Denn die Neuen Auftraggeber, das sind Sie! Unsere Mediator:innen sind als Vermittler:innen für Sie da, um Ihr Anliegen aufzugreifen und zu verstehen, und um Sie durch Ihr Projekt zu begleiten. Sie hören Ihnen zu und suchen für Ihren Auftrag eine passende Künstlerin oder einen Künstler, mit denen Sie unmittelbar zusammenarbeiten. So wird im direkten Dialog aus Ihrer Idee ein Kunstwerk, das oft auch für viele andere Menschen Bedeutung hat. Die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber:innen schafft den Rahmen dafür und unterstützt Bürger:innen, Künstler:innen und Kooperationspartner:innen bei der Beauftragung, Finanzierung und Ausführung der Projekte. Was dabei entsteht, sind gemeinnützige, öffentliche und nicht kommerzielle Kulturgüter.

Kampagne für eine UN Weltbürgerinitative (UNWCI)

„Wir fordern globale Demokratie“ - Der Menschheit eine Stimme geben durch eine UN-Weltbürgerinitiative. Die Charta der UNO beginnt mit den Worten „Wir, die Völker.” Vergebens wird man aber nach Bestimmungen suchen, wie gewöhnliche Menschen sich einbringen können. Die Kampagne „We the peoples“ ist dafür, dass Bürger:innen weltweit Petitionen an die UNO richten können. Das Instrument, um das möglich zu machen, ist eine UN-Weltbürgerinitiative (UNWCI). Die Legitimität, Relevanz und Eignung der UNO zur Bewältigung globaler Herausforderungen kann verbessert werden, indem sie für Bürger:innen offener und zugänglicher wird.

Long term vision for rural areas

A vibrant tapestry of life and landscapes, Europe’s rural areas provide us with our food, homes, jobs, and essential ecosystems services. To ensure that rural areas can continue to play these essential roles, a European Commission communication sets out a long-term vision for the EU’s rural areas up to 2040. It identifies areas of action towards stronger, connected, resilient and prosperous rural areas and communities. A Rural Pact and an EU Rural Action Plan with tangible flagship projects and new tools will help achieve the goals of this vision. On 20 December 2021, Vice president Šuica, Commissioner Wojciechowski and Commissioner Ferreira extended an open invitation to join the discussion on the Rural Pact. They encourage all interested authorities and organisations to express their support for the vision’s shared goals and their interest in taking an active role in its development. Stakeholders can get involved in building the Pact by joining the Rural Pact community though a dedicated online form.

Rurasmus – wir bringen junge Leute aufs Land

RURASMUS ist eine Initiative für ein europäisches „Aufs-Land-Semester“ durch die junge Menschen für ein Semester in einer Gemeinde, Kleinstadt oder Region studieren. Diese Orte werden zu temporären Universitätsstandorten und die lokalen Herausforderungen zur Aufgabenstellung für Studierende. Die jungen Menschen entwickeln dadurch einen neuen, lustvollen Zugang zum ruralen Raum in Europa. Gemeinden im ländlichen Raum profitieren durch neue Impulse. Neue Arbeitswelten und Begegnungsräume entstehen.

Demokratie heute

Demokratie Heute

In Kooperation mit der Stiftung trias richtete die IBA Thüringen das Sondervermögen StadtLand Thüringen ein.
Dieser Fonds ermöglicht es, durch individuell auf die jeweilige Immobilie zugeschnittene Verträge, ausgewählte Sommerfrische Häuser und deren Grundstücke aus dem Schwarztal im Erbbaurecht an die aktuellen Nutzer:innen zu übertragen.
Die Stiftung trias stellt darüber hinaus ihr Fachwissen zur Verfügung, berät die künftigen Nutzer:innen, setzt die entsprechenden Verträge auf und lässt diese i.A. notariell beglaubigen. Über die Einnahme von Erbbauzinsen können die Vorhaben im Tal unterstützt werden (Solidar-modell).
Voraussetzungen sind eine möglichst langfristige Nutzungsperspektive und entsprechende Nutzer:innen. Die ersten in das Sondervermögen gestifteten Sommerfrische Häuser sind die IBA Projekte Sommerfrische Haus Döschnitz und Haus Bräutigam Schwarzburg.

IBA Projekt Sommerfrische Haus Döschnitz
Eine Musterwohnung im Heimatmuseum in Döschnitz ist das erste realisierte Sommerfrische Vorhaben. Es besteht seit 2018. In dem liebevoll eingerichteten Heimatmuseum wurde im ersten Obergeschoss mit einfachen Mitteln eine Ferienwohnung geschaffen. Derzeit befindet sich das IBA Projekt Sommerfrische Haus Döschnitz in einer zweiten Projektentwicklungsphase zu einem Seminar- und Projektraum.
Projektträger ist ein Verein in Gründung, bestehend aus Architekt:innen und Gestalter:innen aus Berlin und Leipzig.

IBA Projekt Sommerfrische Haus Bräutigam
Das Haus Bräutigam in Schwarzburg wird als ein weiteres IBA Projekt Sommerfrische Haus transformiert. Das Gebäude mit Erker und Balkonen hat die Zukunftswerkstatt Schwarztal 2018 vor Abriss kostenfrei von einem privaten Eigentümer übernommen. Inzwischen hat sich ein Verein aus Weimarer Architekt:innen und Gestalter:innen gegründet, der das Haus inklusive des Rückbaus auf den historisch wertvollen Kern umbaut.

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Demokratie heute

Demokratie Heute

IBA Projekt Arrival StadtLand Saalefeld, Beulwitzer Straße bildet einen Zwischenraum zum Ankommen. Anwohner:innen und Geflüchtete bauen hier gemeinsam Werk- und Freiräume. Auf dem Gelände der alten Kaserne an der Beulwitzer Straße in Saalfeld baut die Stadt ein Werkhaus im „Zwischenraum zum Ankommen“ als neue soziale Infrastruktur im jüngsten und kulturell vielfältigsten Quartier im Landkreis. Ziel ist es, im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe eine voraussetzungslose, wohnortnahe Vorstufe für Ausbildung, Gründung oder Beschäftigung zu schaffen. Dabei wird bereits der Planungs- und Bau-prozess mit vielen Werkstätten und Bauaktionen zum Beteiligungsprojekt und Lernfeld. Mit dem „Zwischenraum zum Ankommen“ ist sowohl die Lage des Quartiers zwischen Stadt und Land als auch die Lage des Grundstücks zwischen der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und den Wohngebäuden gemeint. Er bezeichnet auch die Orientierungsphase zwischen Herkunft und Zukunft, sowie den Übergang zwischen Ausbildung und Beruf, Familie und Gesellschaft. Angestrebt wird eine lebendige Nachbarschaft mit Möglichkeitsräumen und Unterstützungsangeboten, das allen persönliche Entwicklungsperspektiven und gesellschaftliche Teilhabe eröffnet. Seit 2015 hat die Stadt Saalfeld gemeinsam mit dem Bildungszentrum Saalfeld die Idee des Werkhauses konsequent vorangetrieben, das 2016 über den Aufruf „Arrival Stadt-Land“ zur IBA Thüringen kam. In der Ideenstudie von Urban Catalyst, die 2017/18 gemeinsam mit den Bewohner:innen entwickelt wurde, entstand die Vision eines multifunktionalen, modularen Gebäudes mit Werkräumen u.a. zum Bauen, Reparieren, Kochen, Nähen, sowie Flächen für kleinteiligen Handel, Café, Begegnung und Bildung und verschiedenartige Freibereiche für Garten, Sport und Spiel. Die Architektur wird geplant von einer Arbeitsgemeinschaft bestehend aus ifau, Jesko Fezer und projektbüro, einem Architekt:innenteam aus Hamburg und Berlin. Die Freiraumgestaltung übernimmt das Büro IHLE Landschaftsarchitekten aus Weimar.

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Demokratie heute

Demokratie Heute

Alljährlicher Vereinshöhepunkt ist der „PROVINZSCHREI – Das Kunst- und Literaturfest im Thüringer Wald“, der kompakt von September bis Oktober über einen Monat lang die Waldbewohner und ihre Gäste mit Kultur verwöhnt. War anfänglich die kreisfreie Stadt Suhl die Gebietskulisse, hat sich der Verein und sein Provinzschrei mittlerweile in den gesamten Thüringer Wald hinein „ausgebreitet“. Kulturangebote, beispielsweise im Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden oder in der Stadtbibliothek Zella-Mehlis, im Deutschen Spielzeugmuseum in Sonneberg oder im Stadttheater Hildburghausen, boten internationale Musik und Lesungen. Dem Schrei aus der Provinz sind in den letzten Jahren solch prominenten Künstler wie Katja Riemann, Hannelore Elsner, Günter Wallraff, Rolf Hochhuth, Ralph Giordano, Martina Gedeck, Heinz Rudolf Kunze, Volker Braun oder Katja Flint gefolgt. Mit bis zu 4.000 Zuschauern ist der PROVINZSCHREI übrigens eines der großen Kulturfestivals in Thüringen.

Demokratie heute

Zukunftswerkstatt Schwarzatal

Die Zukunftswerkstatt Schwarzatal ist ein Netzwerk und eine Initiative, die seit 2011 innovative und nachhaltige Prozesse fördert und Projekte im Bereich regionaler Entwicklung umsetzt. Die LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt ist ein Netzwerk von Akt-eur:innen im ländlichen Raum, die Lobby- und Entwicklungsarbeit für die Region leisten. Ziel der Zukunftswerkstatt Schwarzatal ist es, das Schwarzatal angesichts des demografischen Wandels und den damit einhergehenden sinkenden Einwohnerzahlen widerstands- und wandlungsfähig zu machen. Im Jahr 2014 hat die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen den Projektaufruf „Zukunft StadtLand!“ gestartet. Die von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal eingereichte Projektidee „Resilientes Schwarzatal“ wurde als IBA Kandidat benannt und beinhaltet nun vier große Projektbausteine: „Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal“, „Schloss Schwarzburg – Denkort für Demokratie“, „Sommerfri-sche Schwarzatal“ und „Bahnhof Rottenbach – Ein Tor ins Schwarzatal“. Vor dem Hintergrund der spezifischen Thüringer Bedingungen – eine kleinteilige Siedlungsstruktur und ein von Abwanderung betroffener, ländlich geprägter Raum – reagieren die ein-zelnen Projekte auf die Frage, wie zivile und demokratische Grundlagen unserer Gesellschaft aufrechterhalten werden können. Demokratische Werte müssen durch konkrete subsidiäre Governance-Strukturen und die Ermöglichung subsistenter Lebensgrundlagen im ländlichen Raum gestärkt werden. Über viele Jahrzehnte fuhren Sommergäste zur Erholung ins Schwarzatal. Diese touristische Nutzung ist weitgehend zum Erliegen gekommen, hat aber ihre baulichen Zeugnisse in Form spezifischer Sommerfrische Architekturen hinterlassen. Die Entwicklung einer zeitgenössisch verstandenen Sommerfrische als Möglichkeitsraum für unter-schiedliche Lebensentwürfe ist Ziel der Zukunftswerkstatt Schwarztal, der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und der IBA Thüringen. Diese Sommerfrische nimmt neue Zielgruppen, moderne Angebote und alternative Betreiberstrukturen in den Blick. Sie wird als wesentliches Identifikationselement und Gemeinschaftsprojekt des Schwarzatals angesehen. Perspektivisch kann die Sommerfrische zu flexibel-dauerhaften Bindungen von (Groß-)Stadtbewohner:innen mit einer ländlichen Region führen. So werden Orte der Entschleunigung in Naturnähe und Inseln der Nichterreichbarkeit ebenso geschaffen wie digitaler Anschluss für längere Wohn- und Arbeitsaufenthalte. Damit wird Raum für gesellschaftliches Leben geschaffen und der von Abwanderung betroffene ländliche Raum bereichert. 

Seit 2015 lädt der „Tag der Sommerfrische” an einem Sonntag im Jahr in das Schwarzatal ein und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Es ist ausgerichtet am baukulturellen Erbe der historischen Sommerfrische Architektur und behandelt Themen wie Nutzung von Leerstand, Mobilitäts-, Umwelt- und Klimaschutzaspekte. Tausende Besucher:innen bewegen sich an diesem Tag entlang der öffentlichen Angebote durch die Region. 

 Seit Gründung der Initiative Zukunftswerkstatt Schwarzatal im Jahr 2011 finden i.d.R. jährlich die Schwarzburger Gespräche als eine Form der Regionalkonferenz zu aktuellen Fragen des ländlichen Raumes, Klima und Landschaftsentwicklung sowie Demokratie oder auch Baukultur in Schwarzburg statt.

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Demokratie heute

Demokratie Heute

Die Zukunftswerkstatt Schwarzatal ist ein Netzwerk und eine Initiative, die seit 2011 innovative und nachhaltige Prozesse fördert und Projekte im Bereich regionaler Entwicklung umsetzt. Die LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt ist ein Netzwerk von Akteur:innen im ländlichen Raum, die Lobby- und Entwicklungsarbeit für die Region leisten. Ziel ist es, das Schwarzatal angesichts des demografischen Wandels und den damit einhergehenden sinkenden Einwohnerzahlen widerstands- und wand-lungsfähig zu machen. Im Jahr 2014 hat die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen den Projektaufruf „Zukunft StadtLand!“ gestartet. Die von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal eingereichte Projektidee „Resilientes Schwarzatal“ wurde als IBA Kandidat benannt und beinhaltet nun vier große Projektbausteine: „Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal“, „Schloss Schwarzburg – Denkort für Demokratie“, „Sommerfrische Schwarzatal“ und „Bahnhof Rottenbach – Ein Tor ins Schwarzatal“. Vor dem Hintergrund der spezifischen Thüringer Bedingungen – eine kleinteilige Siedlungsstruktur und ein von Abwanderung betroffener, ländlich geprägter Raum – reagieren die einzelnen Projekte auf die Frage, wie zivile und demokratische Grundlagen unserer Gesellschaft aufrechterhalten werden können. Demokratische Werte müssen durch konkrete subsidiäre Governance-Strukturen und die Ermöglichung subsistenter Lebensgrundlagen im ländlichen Raum gestärkt werden. Über viele Jahrzehnte fuhren Sommergäste zur Erholung ins Schwarzatal. Diese touristische Nutzung ist weitgehend zum Erliegen gekommen, hat aber ihre baulichen Zeugnisse in Form spezifischer Sommerfrische Architektu-ren hinterlassen. Die Entwicklung einer zeitgenössisch verstandenen Sommerfrische als Möglichkeitsraum für unterschiedliche Lebensentwürfe ist Ziel der Zukunftswerkstatt Schwarztal, der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und der IBA Thüringen. Diese nimmt neue Zielgruppen, moderne Angebote und alternative Betreiberstrukturen in den Blick. Die Sommerfrische wird als wesentliches Identifikationselement und Gemeinschaftsprojekt des Schwarzatals angesehen. Perspektivisch kann Sommerfrische zu flexibel-dauerhaften Bindungen von (Groß-)Stadtbewohner:innen mit einer ländlichen Region führen. So werden Orte der Entschleunigung in Naturnähe und Inseln der Nichterreichbarkeit ebenso geschaffen wie digitaler Anschluss für längere Wohn- und Arbeitsaufenthalte. Damit wird Raum für gesellschaftliches Leben geschaffen und der von Abwanderung betroffene ländliche Raum bereichert. 

 Seit 2015 lädt der „Tag der Sommerfrische” an einem Sonntag im Jahr in das Schwarzatal ein und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Es ist ausgerichtet am baukulturellen Erbe der historischen Sommerfrische Architektur und behandelt Themen wie Nutzung von Leerstand, Mobilitäts-, Umwelt- und Klimaschutzaspekte. Tausende Besucher:innen bewegen sich an diesem Tag entlang der öffentlichen Angebote durch die Region. 

Seit Gründung der Initiative Zukunftswerkstatt Schwarzatal im Jahr 2011 finden i.d.R. jährlich die Schwarzburger Gespräche als eine Form der Regionalkonferenz zu aktuellen Fragen des ländlichen Raumes, Klima und Land-schaftsentwicklung sowie Demokratie oder auch Baukultur in Schwarzburg statt.

Demokratie heute

Demokratie Heute

Die Genossenschaft Bahn-Hofladen Rottenbach e.G. aus lokalen Produzent:innen und Anwohner:innen betreibt seit 2019 den Bahn-Hofladen, um die Nahversorgung vor Ort abzudecken.

 

IBA Projekt Ein Tor ins Schwarzatal – Bahnhof Rottenbach

Der leerstehende Bahnhof Rottenbach wurde als Tor ins Schwarzatal saniert und wird seit Juli 2019 flexibel genutzt. So entstand ein Verkehrsknotenpunkt für Bus, Bahn, Auto und Fahrrad, bei dem die Gestaltung in origineller Weise regionale Materialien und traditionelles Handwerk aufgreift. Im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude befindet sich der Bahn-Hofladen, ein genossenschaftlicher Dorfladen, der mit dem Verkauf regionaler Produkte einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung des Ortes liefert. Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt Königsee, der Regionalladen wird von der Genossenschaft Bahn-Hofladen Rottenbach e.G. betrieben. Das Gesamtareal soll ab 2022 zusätzlich durch ein kleines neues Multifunktionshaus ergänzt werden. 

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